Silcher-Museum WeinstadtFriedrich SilcherSilcher-Museum, ParterreSilcher-Museum, Verbandssaal

Silcher-Museum Weinstadt

Silcher-Museum des Schwäbischen Sängerbundes
Silcherstraße 49
71384 Weinstadt-Schnait

Telefon +49.7151.65230
Fax +49.7151.65305

Web: www.silcher-museum.de
E-Mail: museum@s-chorverband.de

Öffnungszeiten

März bis November:
Donnerstag bis Sonntag
10.00–12.00 Uhr und 14.00–17.00 Uhr

für Gruppen auch abweichend auf Anfrage

 

Friedrich Silcher, heute vor allem als Komponist und Sammler von Volksliedern bekannt, gehörte zu den bedeutenden musikalischen Volkserziehern seiner Epoche. Er wirkte von 1817 bis 1860 als Musikdirektor der Universität Tübingen, schuf mehrere hundert Werke der Kirchen-, Jugend- und Hausmusik und förderte die um 1800 entstehende Sängerbewegung.

Das Museum in den Räumen der 1767 erbauten Schnaiter Schule, dem Geburtshaus Silchers, widmet sich der Person und dem Werk des Musikers. In der ehemaligen Lehrerwohnung des Hauses findet der Besucher eine ländliche Einrichtung aus der Zeit des Komponisten, in einem modernen Museumssaal veranschaulichen zahlreiche Dokumente und Gegenstände aus Silchers Besitz dessen Leben und Wirken.

Das vom Schwäbischen Sängerbund 1912 gegründete und 1992 erneuerte Silcher-Museum sammelt den persönlichen und musikalischen Nachlass des Komponisten. Mit einem über 1000 Handschriften und Frühdrucke umfassenden Archiv unterstützt es die musikwissenschaftliche Forschung und die Veröffentlichung Silcherscher Werke. Seit dem Jahr 2000 präsentiert hier der Schwäbische Sängerbund auch in einem eigenen Raum seine 150jährige Geschichte.

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.