Händel-Festspiele Halle 2017

Die Festspiele finden 2017 vom 26. Mai bis zum 11. Juni unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Staatsministerin Prof. Monika Grütters, statt. An 17 Tagen werden Solisten, Chöre und Orchester von internationalem Renommee die Händel-Stadt Halle verzaubern und mit einem bestechenden Mix aus Barockmusik, Klassik, Jazz und Weltmusik begeistern. Das Motto lautet diesmal «Original? – Fälschung?». Insgesamt stehen zehn ECHO-Klassik-Preisträger auf der Bühne, darunter die Orchester Il Pomo d’Oro, das Pera Ensemble, Concerto Köln, NeoBarock und die Lautten Compagney Berlin sowie die Ausnahmekünstlerinnen Vivica Genaux, Ann Hallenberg und Sonia Prina.
Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums stehen fünf verschiedene Oratorien auf dem Programm: Die szenische Aufführung von «Jephtha» feiert in der Oper Halle unter der musikalischen Leitung von Christoph Spering und der Regie von Tatjana Gürbaca Premiere. Händels wohl bekanntestes Oratorium, «Messiah» HWV 56, erklingt im Dom zu Halle in der Dubliner Fassung von 1742 und in der Marktkirche in der Londoner Fassung von 1743. Weiterhin erwartet die Besucher die Erstaufführung der «Esther», «Deborah», ein interreligiöses Projekt abrahamitischer Weltreligionen sowie diverse genreübergreifende Konzerte wie die verschiedenen Baroque Lounges, Jazz- und Nachtkonzert sowie die Open-AirVeranstaltungen auf dem Domplatz und in der Galgenbergschlucht. Neben einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Führungen, Ausstellungen, Vorträgen u. a. m. werden auch zahlreiche kostenfreie Veranstaltungen angeboten, darunter die Orgelnacht und ein Barockfest in zusammenarbeit mit der HWG auf dem Domplatz.

Weitere Informationen sowie Tickets unter: www.haendelhaus.de

Lied, Lyrics und Wein. Silchers Lieder und ihre Dichter

Sonderausstellung im Silcher-Museum Schnait vom September 2016 bis November 2017

Lyrik in Töne zu fassen ist eine der schönsten Aufgaben für einen Musiker – so zumindest hat das Freidrich Silcher empfunden, einer der fleißigsten und erfolgreichsten Liedschöpfer seiner Zeit. Mehrere hundert geistliche und weltliche Werke hat Silcher der Nachwelt hinterlassen. Von rund 150 Silcher-Liedern sind die Dichter namentlich bekannt, darunter bedeutende Lyriker wie Adelbert von Chamisso, Heinrich Heine und Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Aber auch die Verse weniger beachteter Poeten und „Gelegeneheitsdichter“ hat der Komponist in Töne gefasst und ihnen dadurch mitunter sogar zu weltweiter Bekanntheit verholfen. Etwa ein Drittel der Autoren stammt aus dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg. Sie werden teils der Schwäbischen Dichterschule zugerechnet, teils sind sie literarische Einzelgänger. Auf diese Lyriker aus dem Südwesten beschränkt sich die Sonderausstellung weitgehend. 

Echt oder Fake? – Bei uns ist alles original

Jahresausstellung des Händel-Hauses Halle/Saale ab dem 24. Februar 2017 

Die mit dem Motto der diesjährigen Händel-Festspiele korrespondierende Sonderausstellung geht der Frage nach, was ist echt am Händel-Haus?

Öffnungszeiten: 

April-Oktober       Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

November - März  Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr

Bachfest Leipzig 9. Juni bis 18. Juni 2017

„Ein schön new Lied“ - Musik und Reformation

Konzerte, Vorträge, Open Air-Veranstaltungen

Das genaue Progarmm finden Sie unter: www.bachfestleipzig.de

Glaubenswelten

Sonderausstellung vom 27. Januar bis 25. Juni 2017 im Bach-Museum Leipzig

Die Kabinettausstellung beleuchtet die religiöse Situation in Leipzig zur Bach-Zeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Neben der vorherrschenden evangelisch-lutherischen Kirche gab es seit 1701 eine evangelisch-reformierte und seit 1710 eine katholische Gemeinde, 1743 kam eine griechisch-orthodoxe hinzu. Jüdische Händler durften nur eingeschränkt während der Handelsmessen ihre Religion ausüben. Ein weiteres Kapitel geht der Frage nach, inwieweit der evangelisch-lutherische Thomaskantor Johann Sebastian Bach mit anderen Konfessionen in Berührung kam. Zu den wertvollsten Ausstellungsstücken gehören Stimmen aus der Missa h-Moll BWV 232, die Bach dem katholischen Kurfürsten widmete. Zahlreiche weitere Exponate, darunter Dokumente zur katholischen sowie evangelisch-reformierten Gemeinde, ein in Leipzig verfasstes Koran-Lexikon und die Beschreibung einer heimlichen jüdischen Hochzeit, zeugen von dem langwierigen und schwierigen Prozess einer Annäherung der Glaubenswelten.

Öffnungszeiten: Di - So 10 - 18 Uhr

 

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.