Lied, Lyrics und Wein. Silchers Lieder und ihre Dichter

Sonderausstellung im Silcher-Museum Schnait vom September 2016 bis November 2017

Lyrik in Töne zu fassen ist eine der schönsten Aufgaben für einen Musiker – so zumindest hat das Freidrich Silcher empfunden, einer der fleißigsten und erfolgreichsten Liedschöpfer seiner Zeit. Mehrere hundert geistliche und weltliche Werke hat Silcher der Nachwelt hinterlassen. Von rund 150 Silcher-Liedern sind die Dichter namentlich bekannt, darunter bedeutende Lyriker wie Adelbert von Chamisso, Heinrich Heine und Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Aber auch die Verse weniger beachteter Poeten und „Gelegeneheitsdichter“ hat der Komponist in Töne gefasst und ihnen dadurch mitunter sogar zu weltweiter Bekanntheit verholfen. Etwa ein Drittel der Autoren stammt aus dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg. Sie werden teils der Schwäbischen Dichterschule zugerechnet, teils sind sie literarische Einzelgänger. Auf diese Lyriker aus dem Südwesten beschränkt sich die Sonderausstellung weitgehend. 

Beethoven auf Reisen

Aktuelle Wechselausstellung des Beethoven-Hauses Bonn – 1. September 2016 bis 7. Mai 2017

In unserer Zeit hat das Reisen eine große Bedeutung. Man rreist, um Verwandte oder Freunde zu besuchen, um Abstand vom Alltag zu gewinnen oder aus geschäftlichen Gründen. Musiker reisen, um ihre Kunst möglichst vielen Menschen auf der Welt näherzubringen. Schon Wolfgang Amadeus Mozart oder Felix Mendelssohn Bartholdy waren ständig auf Konzertreisen. Wie war das aber bei Beethoven? Zweimal hat er sich auf die lange Reise von Bonn nach Wien begeben, um beim zweiten Mal für immer dort zu bleiebn. Warum war er ansonsten unterwegs und wohin? Wie reiste man damals überhaupt? Zu Fuß, mit dem Schiff oder per Postkutsche? Begleiten Sie Beethoven auf seinen Reisen – Sie werden ganz sicher spannende Entdeckung machen.
 
Öffnungszeiten:
1. November bis 31. März: Mo-Sa 10-17 Uhr / Sonn- und Feiertage 11-17 Uhr
1. April bis 31. Oktober: täglich 10-18 Uhrr

Eröffnung des SpielHÖRplatzes

Seit dem 17. September 2016 bietet das Schumann-Haus Leipzig einen in der deutschen Museenlandschaft einzigartigen SpielHÖRplatz.

4 Klanginstallationen des Künstlers Erwin Stache wurden in eine Holzlandschaft des Spielplatzbauers Michael Grasemann integriert und laden nun zum Spielen, Improvisieren und Ausprobieren ein. Allen großen und kleinen Besuchern steht der neue SpielHÖRplatz künftig vom 15. März bis 15. Oktober an allen Wochenenden von 10 bis 18 Uhr zur Verfügung.

Echt oder Fake? – Bei uns ist alles original

Jahresausstellung des Händel-Hauses Halle/Saale ab dem 24. Februar 2017 

Die mit dem Motto der diesjährigen Händel-Festspiele korrespondierende Sonderausstellung geht der Frage nach, was ist echt am Händel-Haus?

Öffnungszeiten: 

April-Oktober       Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

November - März  Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr

„Blut und Geist“

Bach, Mendelssohn und ihre Musik im Dritten Reich  

Sonderausstellung vom 3. Februar bis 14. Mai 2017

Aufgrund großer Nachfrage wird diese vom Bachhaus Eisenach konzipierte Ausstellung neuerlich im Mendelssohn-Haus gezeigt.

Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses Leipzig

täglich geöffnet von 10-18 Uhr, Eintritt frei

Glaubenswelten

Sonderausstellung vom 27. Januar bis 25. Juni 2017 im Bach-Museum Leipzig

Die Kabinettausstellung beleuchtet die religiöse Situation in Leipzig zur Bach-Zeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Neben der vorherrschenden evangelisch-lutherischen Kirche gab es seit 1701 eine evangelisch-reformierte und seit 1710 eine katholische Gemeinde, 1743 kam eine griechisch-orthodoxe hinzu. Jüdische Händler durften nur eingeschränkt während der Handelsmessen ihre Religion ausüben. Ein weiteres Kapitel geht der Frage nach, inwieweit der evangelisch-lutherische Thomaskantor Johann Sebastian Bach mit anderen Konfessionen in Berührung kam. Zu den wertvollsten Ausstellungsstücken gehören Stimmen aus der Missa h-Moll BWV 232, die Bach dem katholischen Kurfürsten widmete. Zahlreiche weitere Exponate, darunter Dokumente zur katholischen sowie evangelisch-reformierten Gemeinde, ein in Leipzig verfasstes Koran-Lexikon und die Beschreibung einer heimlichen jüdischen Hochzeit, zeugen von dem langwierigen und schwierigen Prozess einer Annäherung der Glaubenswelten.

Öffnungszeiten: Di - So 10 - 18 Uhr

 

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.