Neueröffnung: Carl Orff Museum in Dießen am Ammersee

Sehen. Hören. Fühlen. COMU

"Wir eröffnen mit dem COMU nicht nur ein Museum, sondern neue Zugänge zur Musik."

Die Carl-Orff-Stiftung begrüßt Sie ab 2025 im COMU direkt auf dem Anwesen des Komponisten Carl Orff! Im Carl Orff Museum lernen Sie die Vielfalt seines künstlerischen Werkes und die pädagogische Idee des weltbekannten Orff-Schulwerks kennen.

Ergründen Sie das musikalische Schaffen des Theatermenschen Carl Orff. Werden Sie aktiv an den Mitmachstationen im gesamten Museum.

Wohn- und Arbeitshaus mit der großzügigen Parkanlage, dem weiten Blick über den Ammersee und auf die Berge: All dies macht die Stiftung mit dem neuen Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Das denkmalgeschützte Anwesen soll ein Ort des Verweilens, der Kommunikation, des Musizierens sein.

Diesem Vermächtnis fühlt sich die Carl-Orff-Stiftung als Trägerin des Museums verpflichtet.

Mit dem Neubau des COMU Carl Orff Museums wird das Anwesen 2025 um eine interaktive Ausstellung erweitert. Familien, Kultur- wie Musikinteressierte und alle, die Orff mögen, können hier in eine kommunikative und gedankliche Welt rund um das Leben und Schaffen Carl Orffs eintauchen. Die Ausstellung – nahezu barrierefrei – eröffnet auch Bildungs- und Rehabilitationseinrichtungen einen spielerischen Zugang zu seinem künstlerischen und pädagogischen Werk. 

Wie hat Carl Orff gelebt? Wohn- und Arbeitshaus gewähren Einblicke in das Privatleben des Komponisten.

Was macht sein Werk über Kulturen und Generationen hinweg bis heute besonders und unvergessen? Erleben Sie die einprägsamen Melodien und die mitreißende Rhythmik der „Carmina Burana“ und probieren Sie das weltweit erfolgreiche Orff-Schulwerk aus.

Im COMU-Neubau begeben Sie sich auf eine Reise in ein Leben voller Rhythmen, Musik, Sprache und Tanz.

Mehr Informationen unter: co-mu.de/

Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 12 Uhr bis 17 Uhr / Sonntag 10 Uhr bis 17 Uhr

 

Frühling. Kammermusikfest BTHVN WOCHE

14. bis 16. Mai 2026, Beethoven-Haus Bonn

Das Kammermusikfest des Beethoven-Hauses unter der künstlerischen Leitung von Daniel Hope, weltbekannter Geiger und Präsident des Beethoven-Hauses, wird bei Musikfreunde in diesem Jahr besondere Vorfreude auf den Frühling wecken. Hope hat die Jahreszeit des Erwachens und Aufblühens in der Natur diesmal als Motto gewählt und für das Kammermusikfest vom 14. bis 16. Mai vier Konzerte mit unterschiedlicher Ausrichtung und Besetzung zusammengestellt. 

Im Eröffnungskonzert am 14. Mai, 19 Uhr, begibt sich Hope gemeinsam mit seinen Musikfreunden auf eine ebenso poetische wie klangvolle Reise: IN 80 Minuten um dei Welt – inspiriert von Jules Vernes berühmten Abenteuer – führt das Programm durch unterschiedliche Länder, Stimmungen und musikalische Landschaften. Wie bei Verne geht es nicht nur um das Überwinden von Entfernungen, sondern um das Stauenen, das Entdecken und den Blick auf dei Vielfalt der Welt und der Musik.

Frühlingshafter Aufbruch und erwachende Gefühle spiegeln sich auch in den Programmen der Weiteren Konzerte. Im Zentrum steht Beethovens heitere Frühlingssonate F-Dur op. 24. Ergänzt wird das Programm des festivals durch weitere Werke, die die Frühlingsstimmung in unterschiedlichen Facetten hörbar machen, so in Beethovens Variationen zu "Bei Männern, welche Liebe fühlen", im frischen Klaviertrio op. 49 des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy oder in der stimmungsvollen Romanze Nr. 1 B-Dur op. 2 von Joseph Joachim, den Daniel Hope als großes Vorbild verehrt.

Eine besondere Würdigung erfährt außerdem die packende Musik des Aufbruchs der Schwetsern Lili und Nadia Boulanger. Die beiden Musikerinnen, die der Musikgeschichte wichtige Impulse gaben, ist als "Boulangerie" ein eigenes Konzert gewidmet (16. Mai, 15 Uhr).

Der freie Vorverkauf beginnt am 18. Februar. Tickets zum Preis von 49 Euro / 25 Euro (ermäßigt) zzgl. VVK-Gebühren sind unter tickets.beethoven.gmbh erhältlich oder im Shop des Beethoven-Hauses. 

 

Meilensteine der Bach-Forschung

Sonderausstellung zum Doppeljubiläum "75 Jahre Bach-Archiv" und "40 Jahre Bach-Museum"

Woher weiß man, wann Bach seine Werke komponierte? Wie findet man verschollene oder unbekannte Werke? Und wie haben Bach-Forschende aus Ost und West in Zeiten des Kalten Krieges zusammengearbeitet?

Seit 75 Jahren werden am Bach-Archiv Leipzig die Werke Johann Sebastian Bachs und seiner Familie systematisch gesammelt und erforscht. Die Jubiläums-Ausstellung führt in die packende Welt der Bach-Forschung ein: von der ungewöhnlichen Erfolgsgeschichte der Neuen Bach-Ausgabe, die am Bach-Archiv Leipzig (DDR) und am Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen (BRD) gemeinsam erarbeitet wurde, über die wegweisenden Methoden der Papier- und Schreiberuntersuchungen bis hin zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der aktuellen Forschung.

Zu den Exponaten zählen kostbare Notenhandschriften Johann Sebastian Bachs und seiner Söhne sowie ein originelles Lochkartensystem zur Bestimmung von Schreibern. Zahlreiche Klangbeispiele, interaktive Elemente und Medienstationen laden zum Vertiefen und Experimentieren ein.

Öffnungszeiten des Bach-Museums Leipzig:

Dienstag - Sonntag sowie an Feiertagen 10 bis 18 Uhr

 

Madame Butterfly in Walhall. "Fest-Spiele" 1945-1950

Sonderausstellung im Richard Wagner Museum Bayreuth, 9. Dezember 2025 - 31. Mai 2026

An Richard Wagners 136. Geburtstag, dem 22. Mai 1949, dirigierte Hans Knappertsbusch im Festspielhaus ein Konzert der Münchner Philharmoniker. Symbolträchtig wurde es mit Beethovens „Weihe des Hauses“ eröffnet und damit ein Schlussstrich gezogen unter dessen eher profane Nutzung seit Kriegsende 1945, die von vielen als Sakrileg empfunden wurde.
 
Nach der Besetzung der Stadt Bayreuth am 14. April 1945 beschlagnahmte die amerikanische Militärregierung den Besitz von prominenten Nationalsozialisten und Unterstützern des Regimes, so auch den von Winifred Wagner. Das unversehrte Festspielhaus wurde fortan zur Betreuung der amerikanischen Truppen genutzt. Neben Gottesdiensten wurde die Bühne vor allem für Unterhaltungsprogramme im Rahmen der sogenannten „USO-Camp-Shows“ genutzt. Ingrid Bergman und Jack Benny traten mit einer Show auf, die Revuegirls aus „Billy Rose’s Diamond Horseshoe Nightclub“ und „The Rockettes“ schwangen die Beine.
 
Erich Bohner, ein ehemaliger Mitarbeiter der Bayreuther Festspiele, gründete das Bayreuther Symphonieorchester, das fast 14-tägig Konzert- oder Operettenabende veranstaltete und zu Opernaufführungen wie „Fidelio“, „Tiefland“ oder „Madame Butterfly“ spielte.

Eine Kabinettausstellung im Richard Wagner Museum beleuchtet ab 9. Dezember 2025 diese kurze Zeitspanne, in der im Festspielhaus ganz andere „Fest-Spiele“ gegeben wurden, während im Hintergrund auf den Trümmern des Dritten Reichs um Gestalt und Leitung künftiger Richard Wagner Festspiele gerungen wurde.

Für die Überlassung von Leihgaben und Abbildungsvorlagen dankt das Richard Wagner Museum dem Stadtarchiv und dem Historischen Museum Bayreuth.

 
Sonderausstellung im Haus Wahnfried, Grafik-Kabinett
Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
 

Tabu Wagner? Jüdische Perspektiven

Sonderausstellung vom 6. März 2026 bis 17. Januar 2027, Wagner-Stätten Graupa

Von konsequenter Ablehenung bis hin zu hingebungsvoller Verehrung: Rihard Wagner ist der wohl umstrittenste Komponist des 19. Jahrhunderts. Ein wichtiger Grund dafür ist sein Antisemitismus.

Kaum ein Thema ist so gut erforscht, wie sein Verhältnis zum Judentum. In der derzeitigen Sonderausstellung wird sein Antisemitismus aus einem neuen Blickwinkel betrachtet: Wie wirkte und wirkt Wagner auf Jüdinnen und Juden? Wie gingen und gehen diese mit seiner Judenfeindlichkeit um? Ist sein Werk deshalb ein Tabu?

Diesen Fragen widmen sich die Richard-Wagner-Stätten Graupa und das Richard Wagner Museum Luzern. Ziel der Ausstellung ist es, jüdische Positionen aus fast 200 Jahren sichtbar zu machen - und dabei die Vielschichtigkeit des ambivalenten Themas aufzuzeigen.

Die Ausstellungstexte sowie der Katalog sind auf Deutsch und Englisch.

Öffnungszeiten:

Montag, und Mittwoch bis Freitag 11 - 17 Uhr

Samstag / Sonntag: 10 - 17 Uhr

 

Die unbekannte Schöne

Kabinettausstellung im Mendelssohn-Haus Leipzig

Wer war die Frau an der Seite von Felix Mendelssohn Bartholdy?

Lange hat sich der Komponist mit der Wahl einer Partnerin Zeit gelassen. Als er im Jahr 1835 die Stelle des Gewandhauskapellmeisters in Leipzig antrat, gehörte Mendelssohn noch zu den Junggesellen. Seine Geschwister waren bereits alle verheiratet. Seine Mutter sorgte sich, dass aus ihrem Sohn ein Hagestolz werden könnte. „Ich fürchte, Felix wird bei seiner Mäkelei ebenso wenig einen Operntext als eine Frau bekommen“, resümierte ein enger Freund. Während des Sommers 1836 aber lernte Mendelssohn in Frankfurt am Main mit Cécile Jeanrenaud eine junge Frau kennen, die ihn in ihren Bann schlug. „Ich bin so entsetzlich verliebt, wie noch niemals in meinem Leben“, gestand er seiner Schwester Rebecka. Im September 1836 machte er den Heiratsantrag und im März 1837 fand die Hochzeit statt.

Über die Frau, die den Lebensweg Felix Mendelssohn Bartholdys zehn Jahre begleitete, ihn unterstützte, die fünf Kinder gebar und offenbar das perfekte familiäre und gesellschaftliche Umfeld für den Komponisten, Stardirigenten und Klaviervirtuosen schuf, finden sich in der Literatur nur wenige Informationen. Die einschlägigen Mendelssohn-Biografien vermitteln das Bild von einer durchschnittlich musikalischen, durchschnittlich intelligenten Frau, die sich vor allem durch ihr sanftes Gemüt und ihre außergewöhnliche Schönheit ausgezeichnet hat. Grund genug, all dies zu hinterfragen und herauszufinden, wer diese Frau wirklich war.

Gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Leipzig

Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses Leipzig

täglich geöffnet von 10-18 Uhr, Eintritt frei

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.