initiiert von der Brahmsgesellschaft Baden-Baden und den Karlsruher Schlosskonzerten.
Wie viele andere flüchtete der Weltstar Pauline Viardot-Garcia vor der populistischen Tyrannei Napoléons III. aus Frankreich und ließ sich von 1863 bis 1870 in Baden-Baden nieder. Die Mezzosopranistin, Pianistin und Komponistin belebte Baden-Baden mit ihren viel gerühmten Salons. Clara Schumann nannte sie die genialste Frau, die ihr jemals begegnet ist.
Baden-Baden gehört seit fünf Jahren mit der Geschichte des 19. Jahrhunderts zum UNESCO-Welterbe, zu den "GREAT SPA TOWNS of Europe". Auch eine Feier wert!
Programm:
Freitag, 17. Juli 2026, 16.30 Uhr, Brahms Museum
"Pauline in Baden-Baden"
Abendliche Stadtführung mit spannenden Geschichten, charmanten Anekdoten und Musik
Anmeldung unter: info@brahms-baden-baden.de
Freitag, 17. Juli 2026, 22.15 Uhr, Kristallsaal im Kulturhaus LA8
"Der letzte Hexer in Baden-Baden"
Die Viardot-Geburstagsnacht
Konzert und Geburtstagsfeier mit Musik aus der Salon-Oper "Le Dernier Sorcier"
Samstag, 18. Juli, 17 Uhr, Kurpark-Residenz Bellevue
"Belcanto und Liedkunst"
Hommage an Pauline Viardot-Garcia und Julius Stockhausen
Von konsequenter Ablehenung bis hin zu hingebungsvoller Verehrung: Rihard Wagner ist der wohl umstrittenste Komponist des 19. Jahrhunderts. Ein wichtiger Grund dafür ist sein Antisemitismus.
Kaum ein Thema ist so gut erforscht, wie sein Verhältnis zum Judentum. In der derzeitigen Sonderausstellung wird sein Antisemitismus aus einem neuen Blickwinkel betrachtet: Wie wirkte und wirkt Wagner auf Jüdinnen und Juden? Wie gingen und gehen diese mit seiner Judenfeindlichkeit um? Ist sein Werk deshalb ein Tabu?
Diesen Fragen widmen sich die Richard-Wagner-Stätten Graupa und das Richard Wagner Museum Luzern. Ziel der Ausstellung ist es, jüdische Positionen aus fast 200 Jahren sichtbar zu machen - und dabei die Vielschichtigkeit des ambivalenten Themas aufzuzeigen.
Die Ausstellungstexte sowie der Katalog sind auf Deutsch und Englisch.
Öffnungszeiten:
Montag, und Mittwoch bis Freitag 11 - 17 Uhr
Samstag / Sonntag: 10 - 17 Uhr
Ludwig van Beethovens und die weit verzweigte Familie Brentano sind über unterschiedliche Berührungspunkte und Geschichten miteinander verbunden. Ihre Beziehungen eröffnen jeweils neue Perspektiven auf den Komponisten. Sie zeigen ihn als inspirierende Künstlerpersönlichkeit zwischen Klassik und Romantik, aber auch als Menschen, der Freundschaften pfleget und das Familienleben schätzte.
Öffnungszeiten des Beethoven-Hauses:
Mittwoch bis Montag 10 - 18 Uhr
Wer war die Frau an der Seite von Felix Mendelssohn Bartholdy?
Lange hat sich der Komponist mit der Wahl einer Partnerin Zeit gelassen. Als er im Jahr 1835 die Stelle des Gewandhauskapellmeisters in Leipzig antrat, gehörte Mendelssohn noch zu den Junggesellen. Seine Geschwister waren bereits alle verheiratet. Seine Mutter sorgte sich, dass aus ihrem Sohn ein Hagestolz werden könnte. „Ich fürchte, Felix wird bei seiner Mäkelei ebenso wenig einen Operntext als eine Frau bekommen“, resümierte ein enger Freund. Während des Sommers 1836 aber lernte Mendelssohn in Frankfurt am Main mit Cécile Jeanrenaud eine junge Frau kennen, die ihn in ihren Bann schlug. „Ich bin so entsetzlich verliebt, wie noch niemals in meinem Leben“, gestand er seiner Schwester Rebecka. Im September 1836 machte er den Heiratsantrag und im März 1837 fand die Hochzeit statt.
Über die Frau, die den Lebensweg Felix Mendelssohn Bartholdys zehn Jahre begleitete, ihn unterstützte, die fünf Kinder gebar und offenbar das perfekte familiäre und gesellschaftliche Umfeld für den Komponisten, Stardirigenten und Klaviervirtuosen schuf, finden sich in der Literatur nur wenige Informationen. Die einschlägigen Mendelssohn-Biografien vermitteln das Bild von einer durchschnittlich musikalischen, durchschnittlich intelligenten Frau, die sich vor allem durch ihr sanftes Gemüt und ihre außergewöhnliche Schönheit ausgezeichnet hat. Grund genug, all dies zu hinterfragen und herauszufinden, wer diese Frau wirklich war.
Gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Leipzig
Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses Leipzig
täglich geöffnet von 10-18 Uhr, Eintritt frei
Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.
Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.
Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.
Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.