Tabu Wagner? Jüdische Perspektiven

Sonderausstellung vom 6. März 2026 bis 17. Januar 2027, Wagner-Stätten Graupa

Von konsequenter Ablehenung bis hin zu hingebungsvoller Verehrung: Rihard Wagner ist der wohl umstrittenste Komponist des 19. Jahrhunderts. Ein wichtiger Grund dafür ist sein Antisemitismus.

Kaum ein Thema ist so gut erforscht, wie sein Verhältnis zum Judentum. In der derzeitigen Sonderausstellung wird sein Antisemitismus aus einem neuen Blickwinkel betrachtet: Wie wirkte und wirkt Wagner auf Jüdinnen und Juden? Wie gingen und gehen diese mit seiner Judenfeindlichkeit um? Ist sein Werk deshalb ein Tabu?

Diesen Fragen widmen sich die Richard-Wagner-Stätten Graupa und das Richard Wagner Museum Luzern. Ziel der Ausstellung ist es, jüdische Positionen aus fast 200 Jahren sichtbar zu machen - und dabei die Vielschichtigkeit des ambivalenten Themas aufzuzeigen.

Die Ausstellungstexte sowie der Katalog sind auf Deutsch und Englisch.

Öffnungszeiten:

Montag, und Mittwoch bis Freitag 11 - 17 Uhr

Samstag / Sonntag: 10 - 17 Uhr

 

Beziehungsweisen. Beethoven und die Familie Brentano

Sonderausstellung im Beethoven-Haus Bonn, 15. April bis 27. Juli 2026

 

Ludwig van Beethovens und die weit verzweigte Familie Brentano sind über unterschiedliche Berührungspunkte und Geschichten miteinander verbunden. Ihre Beziehungen eröffnen jeweils neue Perspektiven auf den Komponisten. Sie zeigen ihn als inspirierende Künstlerpersönlichkeit zwischen Klassik und Romantik, aber auch als Menschen, der Freundschaften pfleget und das Familienleben schätzte.
 
Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum erarbeitet und ist vom 15. April bis zum 27. Juli 2026 in Bonn zu sehen. In Beethovens 200. Todesjahr 2027 wird sie in abgewandelter Form vom 29. Januar bis 18. April im Deutschen Romantik-Museum in Frankfurt gezeigt, dessen Träger das Hochstift ist. Gefördert wurde die Ausstellung durch den Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute (ASKI).
 
"Eine Ausstellung über die facettenreiche Beziehung der Brentanos zu Beethoven war schon lange ien Herzenswunsch. Ich freue mich sehr, dass das nun gelungen ist und wir hochkarätige Exponate aus beiden Sammlungen zeigen können – aus unserer eigenen und aus der wunderbaren Frankfurter Sammlung", sagt Museumsleiterin Nicole Kämpken, die die Ausstelllung kuratiert hat.

Öffnungszeiten des Beethoven-Hauses:

Mittwoch bis Montag 10 - 18 Uhr

 

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.