Kleine Denkmäler

Sonderausstellung beleuchtet Beethoven-Darstellungen in der Medaillenkunst, 
3. Februar bis 30. Juni 2022

Im Beethoven-Haus öffnet sich zur Zeit ein Blick in eine ganz besondere Schatzkammer: Zum ersten Mal wird dort eine Auswahl aus der großen Zahl der bekannten Medaillen und Plaketten auf Beethoven gezeigt. Anders als Münzen sind Medaillen kein Zahlungsmittel. Ihr Wert liegt vielmehr in ihrer künstlerischen Gestaltung, die sie zu Miniaturdenkmälern werden lässt. In dieser speziellen Form der Kleinreliefs haben sich bis in die jüngste Gegenwart zahlreiche Künstler auch mit Beethoven beschäftigt. Die Sonderausstellung, die ab dem 3. Februar und bis zum 30. Juni 2022 gezeigt wird, stellt diese besonderen Dokumente einer Erinnerungskultur ausgewählten Darstellungen des Komponisten gegenüber, die als Inspirationsquelle für die Medailleure dienten. Zudem wird ein Einblick in den reichhaltigen Bereich der Gedenkmünzen geboten, die nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt zur Ehre Beethovens geprägt wurden. Gezeigt werden hauptsächlich Exponate aus dem eigenen Bestand des Beethoven-Hauses, aus der Privatsammlung Offermann in Bergisch Gladbach-Bensberg und aus der Biblioteca Beethoveniana, Collezione Carrino in Muggia, Italien. Die Ausstellung wurde von der Gielen-Leyendecker-Stiftung ermöglicht.
 
Öffnungszeiten des Museums:
derzeit Donnerstag bis Montag jeweils 10 bis 18 Uhr
 
Über aktuelle Änderungen und die Vorgaben für den Museumsbesuch informiert die Webseite des Beethoven-Hauses unter www.beethoven.de.

Neuerscheinung

"... dafür muss man nicht ins Musikermuseum kommen ..." - Wofür dann?

Kürzlich erschien im Lit Verlag Berlin als Band 17 der Reihe Theorie und Praxis der Musikvermittlung die Dissertationsschrift von Eva Fink mit dem Titel: "...dafür muss man nicht ins Musikermuseum kommen ..." - Wofür dann? Ziele der museumspädagogischen Arbeit mit Schulklassen in Musikermuseen.

Museen, die Musik und MusikerInnen in den Mittelpunkt stellen, sind etwas Besonderes. Mit der systematischen Untersuchung der reichen pädagogischen Praxis in Musikermuseen eröffnet die Autorin ein interdisziplinärs Forschungsfeld an der Schnittstelle von Museums- und Musikpädagogik. Im Fokus stehen die vielfältigen Ziele der museumspädagogischen Arbeit mit Schulklassen. Miteinander verknüpft werden ein historisch-philologischer und ein empirisch-qualitativer Forschungsansatz. Als handbuchartiges Nachschlagewerk bietet die Studie einen Überblick über Msuikermuseen als außerschulische Lernorte.

Dr. Eva Fink ist Oberstudienrätin an eienm staatlichen Gymnasium in Rheinland-Pfalz und unterrichtet die Fächer Musik, Mathematik und Französisch.

Germany possesses musical traditions and legacies of extraordinary value: Handel, Schuetz and Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms, and Wagner - to mention only a few names - are composers who are known and treasured throughout the world. Their work has played a significant role in shaping a unique musical landscape.

Numerous orchestras, choruses, ensembles, renowned music festivals and series, music houses with museums, public archives and libraries, but also private collections preserve their musical heritage.

It is necessary to revitalize this inestimable fund again and again and to develop it for the present. At the same time, an important role befits the houses combined in the consortium of music museums of Germany. In them we encounter the work of the musicians and composers who have extraordinarily enriched the cultural nation of Germany. However, beyond the individual portrait, beyond the procurement of individual oeuvres, the music museums also contribute overall to the maintenance of musical tradition. The present brochure underscores this aspect of the synoptic presentation and invites the reader on a journey into the musical history of Germany. I hope this tour guide will be actively used and receive a large response.

Bernd Neumann, Member of the Lower House of the German Parliament
Minister of State with the Federal Chancellor
Commissioner of the Federal Government for Culture and Media

Quoted from: Foreword to the brochure "Music Museums in Germany", 2007.