Wahnfried-Konzerte 2020 im Richard Wagner Museum: Musik trotz(t) Corona-Krise

Hochkarätig besetzte Konzertreihe im Juli und August 

Trotz Corona-Krise und Ausfalls der Bayreuther Festspiele will das Richard Wagner Museum im Rahmen der Bemühungen der Stadt Bayreuth um einen „Kultursommer“ auch in diesem Jahr die erfolgreichen und beliebten Wahnfried-Konzerte fortsetzen.
 
Den Schwerpunkt bilden im Beethoven-Jahr naturgemäß Werke des Komponisten, der von Wagner wie kein anderer verehrt wurde und sein musikalisches Schaffen beeinflusst hat. Nachdem das Richard Wagner Museum die überragende Bedeutung Beethovens als Wagners Hausgott bereits zu einer entsprechenden thematischen Intervention in der Dauerausstellung genutzt hat, wird im Saal des Hauses Wahnfried in den Monaten Juli und August an jeweils drei Sonntagen ein einmaliges kammermusikalisches Ereignis geboten: Das Voyager Quartet präsentiert in einem sechsteiligen Zyklus am 5., 12. und 19. Juli sowie am 9., 16. und 23. August sämtliche (!) Streichquartette Ludwig van Beethovens!

Die wunderbare Sopranistin Katharina Konradi, die in der „Tannhäuser“-Neuproduktion des vergangenen Festspieljahres als Hirtenknabe zu sehen und zu hören war, wird am 14. und 15. August gemeinsam mit Eric Schneider am Wahnfried-Steinway einen Liederabend mit Werken von Strauss, Mozart und Schubert geben.

Am 19. und 20. August wird dann Markus Eiche, Bariton und bei den Bayreuther Festspielen zuletzt als Gunther und Wolfram von Eschenbach zu erleben, gemeinsam mit Christoph Berner am Klavier und der Rezitation von Hans-Jürgen Schatz „Die schöne Magelone“ des Wagner-Antipoden Johannes Brahms nach Gedichten von Ludwig Tieck aufführen.

Schließlich jährt sich am 25. August der 175. Geburtstag König Ludwigs II. von Bayern. Aus diesem Anlass veranstaltet das Museum an diesem und am Folgetag, also am 25. und 26. August, eine Konzertlesung aus dem Briefwechsel zwischen Ludwig II. und Cosima Wagner, umrahmt von Kompositionen Richard Wagners mit Hans-Jürgen Schatz als Ludwig II., Maria Hartmann als Cosima Wagner, Hilko Dumno, Klavier, Roland Glassl, Viola, und Beate Aanderud, Oboe/Englischhorn.

Karten sind ab 1. Juli 2020 erhältlich entweder persönlich an der Kasse des Richard Wagner Museums Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr oder per Bestellung gegen Vorkasse. Bestellungen werden ausschließlich schriftlich (vorzugsweise per E-Mail an info@wagnermuseum.de) und unter vollständiger Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer entgegengenommen. Die Karten werden nach Zahlung der Rechnung bis 30 Minuten vor Veranstaltungs-Beginn an der Museumskasse hinterlegt. Telefonische Bestellungen oder Reservierungen sind nicht möglich.

"Meine Seele sieht im Hören"

Händels Opern, Oskar Hagen und die Bildkraft der Musik
Jahresausstellung vom 22. Februar 2020 bis 10. Januar 2021 im Händel-Haus Halle/Saale

Die diesjährige Jahresausstellung nimmt das Schaffen Oskar Hagens als Kunsthistoriker in den Fokus und würdigt ihn als Begründer der Händel-Opernrenaissance vor genau 100 Jahren in Göttingen. Im Jahr 1920 wagte er gemeinsam mit einem Laienorchester das Experiment einer szenischen Aufführung der Händel-Oper „Rodelinda“ – und stieß auf ein begeistertes Publikum. Weitere Aufführungen folgten. Die Wurzeln für Hagens Händel-Faszination führen nach Halle, wo er von 1913 bis 1918 tätig war. Oskar Hagen wurde von Halle aus von Paul Thiersch, dem Direktor der Halleschen Handwerkerschule, unterstützt, der die farbenfrohe Ausstattung der Opern übernahm. Seine expressionistischen Entwürfe bilden die Grundlage für die Gestaltung des ersten Ausstellungsraumes. Dokumente in der Schatzkammer beleuchten die Zusammenarbeit zwischen Oskar Hagen und Paul Thiersch.

Ein zweiter Themenkreis der Ausstellung beschäftigt sich mit „musikalischen Malereien“ und mit Händels Musik. Händel gelang es wie kaum einem anderen Komponisten seiner Zeit sowohl Naturbilder als auch innere emotionale Leidenschaft in Musik zu gießen. In der Ausstellung begeben wir uns auf die Suche nach Tonmalereien in Händels einfühlsamsten Stücken. Präsentiert werden historische Bühnenbilder und Grafiken, eindrucksvolle Gemälde und Notendrucke aus dem 18. Jahrhundert, originale Musikinstrumente und natürlich reichlich erklingende Musik. Sie sollen Anregungen zu einem Thema geben, das die Künste und die Sinne verschmelzen lässt.

 

Öffnungszeiten Händel-Haus:

Dienstag bis Sonntag

April bis Oktober 10 bis 18 Uhr
November bis März 10 bis 17 Uhr

 

Hommage an Beethoven

im Mendelssohn-Haus Leipzig

Hommage an Beethoven – Ein klangvoller Beitrag des Mendelssohn-Hauses zum Beethovenjahr.

Felix Mendelssohn Bartholdy hat die Musik und die Ausdruckskraft Ludwig van Beethovens sehr bewundert; dies spiegelt sich auch in den erhellenden und erheiternden Bemerkungen wider, die dem Besucher im Raum begegnen. Keine Sonderausstellung, sondern eine Einladung zum Verweilen und Entspannen mit der Musik Beethovens. Die Klanginstallation wird bis zum 10. Januar 2021 zu erleben sein.

Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses Leipzig

täglich geöffnet von 10-18 Uhr, Eintirtt frei

Germany possesses musical traditions and legacies of extraordinary value: Handel, Schuetz and Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms, and Wagner - to mention only a few names - are composers who are known and treasured throughout the world. Their work has played a significant role in shaping a unique musical landscape.

Numerous orchestras, choruses, ensembles, renowned music festivals and series, music houses with museums, public archives and libraries, but also private collections preserve their musical heritage.

It is necessary to revitalize this inestimable fund again and again and to develop it for the present. At the same time, an important role befits the houses combined in the consortium of music museums of Germany. In them we encounter the work of the musicians and composers who have extraordinarily enriched the cultural nation of Germany. However, beyond the individual portrait, beyond the procurement of individual oeuvres, the music museums also contribute overall to the maintenance of musical tradition. The present brochure underscores this aspect of the synoptic presentation and invites the reader on a journey into the musical history of Germany. I hope this tour guide will be actively used and receive a large response.

Bernd Neumann, Member of the Lower House of the German Parliament
Minister of State with the Federal Chancellor
Commissioner of the Federal Government for Culture and Media

Quoted from: Foreword to the brochure "Music Museums in Germany", 2007.