Clara19

Jubiläumsjahr für Clara Schumann in Leipzig

Leipzigs renommierte Kulturinstitutionen und Künstler sowie internationale Gäste lassen Clara Schumann 2019 in ihrer Geburtsstadt hochleben! Als Star des 19. Jahrhunderts prägte sie ihre Zeit wie kaum eine andere Frau. Das umfangreiche Programm zu ihrem 200. Geburtstag ist so facettenreich wie Clara selbst. Es geht über das Musikalische weit hinaus und verbindet die unterschiedlichen Kunstebenen, Alters- und Interessengruppen miteinander. So stehen nicht nur ihre Kompositionen im Mittelpunkt des Festjahres, sondern auch ihre Künstlergemeinschaft mit Robert Schumann, ihre einzigartige internationale Konzerttätigkeit, ihr Konflikt zwischen Beruf und Familie, ihre umjubelte Zeit als Wunderkind und ihre Emanzipationsgeschichte.

Das Gewandhaus zu Leipzig, MDR Klassik, das Leipziger Ballett, das Schumann-Haus, das Mendelssohn-Haus, die Leipziger Buchmesse, das Theater der Jungen Welt, die Leipziger Notenspur und die Hochschule für Musik und Theater sowie viele weitere Institutionen und Vereine garantieren ein europaweit einzigartiges und abewechslungsreiches Festjahr. Für hohen Kunstgenuss wie für ausgelassene Festatmosphäre in der Stadt wird gesorgt sein!

Folgen Sie Claras Spuren an originalen Schauplätzen (u.a. in den Wohnräumen des Schumann-Hauses), hören Sie ihre Kompositionen in Musikstätten, die gerade mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurden, und werfen Sie einen Blick aus heutiger Perspektive auf das bewegte Leben der Pianistin und Komponistin.

Programmübersicht für das Festjahr: http://www.clara19.leipzig.de

 

Hindemith Days

14. - 24. November 2019, Frankfurt am Main

The festival Hindemith Days 2019 presents a wide variety of events: concerts featuring students and teachers of the Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) [Frankfurt University of Music and the Performing Arts], choral concerts given by the Figuralchor Frankfurt and the presentation of the Hindemith Prize given by the city of Hanau to the pianist, conductor and composer Olli Mustonen.

We will be celebrating “100 years of Hindemith and Schott” at the opening event of the Hindemith Days 2019 which will mark this anniversary with a presentation of correspondence between Hindemith and his publisher in Mainz alongside a piano recital given by Olli Mustonen. A fictional radio discussion between Hindemith and the music critic Theodor W. Adorno – broadcast live on VHF from the Kuhhirtenturm [Cowherd’s Tower] – recreates the pioneering age of radio broadcasting. Hindemith’s music forms the main focus throughout all events – ranging from daring works from the roaring twenties to the sophisticated artistry of canons from the composer’s later phase.
This year’s partners in the cooperation project between the HfMDK and the Hindemith Institute Frankfurt are the city of Hanau, the publishing house Schott Music in Mainz, the Academy of Sciences and Literature in Mainz, the Figuralchor Frankfurt and the radio series Radio-Runde Neues Frankfurt. Be prepared to be amazed!
Dr Ina Hartwig, Head of Cultural Affairs in Frankfurt am Main, has undertaken the patronage for the Hindemith Days 2019. You are very welcome to attend all events: we look forward to seeing you there!

Program: https://www.hindemith.info/en/institute/news

 

Ladies first

Jahresausstellung vom 23. Februar 2019 bis 12. Januar 2020 im Händel-Haus Halle/Saale

Faszinierende Frauengestalten, wie die Zauberin Alcina oder die schöne Pharaonin Cleopatra, bevölkern Händels Opernwelt. Doch wie sah es hinter den Kulissen, in der realen Lebenswelt des 18. Jahrhunderts aus? Die Probleme, mit denen Frauen damals zu kämpfen hatten, waren vielschichtig und existentiell. Sie sind Ausdruck von Ungerechtigkeit und Ungleichheit, aber auch von Hoffnung auf Veränderung. Wie erging es den Frauen aus dem Umfeld Georg Friedrich Händels? Fristeten sie ein Dasein im Schatten des Patriarchats, oder gelang es ihnen, das Korsett ihrer Unterdrückung abzuschütteln? Und mit Blick auf gegenwärtige Diskussionen:kämpfen Frauen – in Zeiten der #Metoo-Bewegung – gegen ähnliche oder völlig andere Formen der Diskriminierung?

Händels Mutter Dorothea wurde im Alter von 46 Jahren Witwe und zugleich alleinerziehende Mutter dreier Kinder, ein damals geradezu existenzbedrohender Schicksalsschlag. Händels wichtigste Mäzenin, die englische Königin  Caroline, musste sich bereits in jungen Jahren als Ware auf dem aristokratischen Heiratsmarkt behaupten, erlangte dafür aber eine für Frauen der damaligen Zeit ungewöhnliche Machtfülle. Und seine Londoner Nachbarin Mary Delany kämpfte wiederum ihr Leben lang immer wieder um ein Mindesmaß an persönlicher Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstentfaltung. Über ihr aufregendes Leben wird sie in der Ausstellung ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Auch Alcina und Cleopatra werden bei „Ladies first“ musikalisch zu Wort kommen und dabei von Liebe und Hass, Triumph und Verrat zu berichten wissen.

Ausstellungseröffnung: Freitag, 22. Februar 2019, 17 Uhr

Öffnungszeiten Händel-Haus:

April bis Oktober 10 bis 18 Uhr

November bis März 10 bis 17 Uhr

Montags geschlossen!

Händel im Herbst

Die "kleinen" Händel-Festspiele vom 28. November bis 1. Dezember 2019 in Halle/Saale

Vom 28. November bis 1. Dezember findet auch in diesem Jahr wieder „Händel im Herbst“ statt.

Am Freitagabend um 19.30 Uhr treten die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete, ukrainische Sopranistin Olena Tokar und der Altus Terry Wey in einem Festkonzert mit dem Kammerorchester Basel in der Konzerthalle Ulrichskirche auf. Olena Tokar gehört zu den prominenten jungen Sängerinnen der Musikszene. 2012 wurde ihr der 1. Preis des renommierten ARD-Musikwettbewerbs zuerkannt. „Ihre Fähigkeit, Spitzentöne ganz sacht neben die Stille zu setzen, ihre so sanfte wie selbstbewusste Präsenz“ (7.1.2019, Peter Korfmacher) werden von der Presse gelobt. Terry Wey, für Fono Forum einer der Besten seines Faches, ist ständiger Gast der Barock-Festivals und arbeitet regelmäßig mit den bedeutenden Dirigenten des Repertoires zusammen. Gemeinsam werden sie mit dem Kammerorchester Basel mit diesen beseelten und sehnsüchtigen Kompositionen im Konzert zu begeistern wissen.


Einen Abend zuvor erklingt in der Konzerthalle Ulrichskirche ein Pasticcio aus Hercules-Vertonungen von G. F. Händel („The Choice of Hercules“ HWV 69) und J. S. Bach („Lasst uns sorgen, lasst uns wachen“ BWV 213). Clemens Flämig leitet dabei die Staatskapelle Halle und den Stadtsingechor zu Halle. Nachdem bei den Händel-Festspielen 2018 die von Clemens Flämig erstellte Verflechtung der beiden Werke erstmals erklang, besteht nun nochmals die Gelegenheit, dieses besondere Musikereignis zu erleben.


Am Samstag folgen um 16 Uhr eine Kuratoren-Führung durch die Jahresausstellung „Ladies first“ im Händel-Haus. Am Abend, um 18 Uhr, präsentieren Mitglieder des Ensembles der Komischen Oper Berlin Telemanns „La capricciosa e il credulo // Die Geliebte Eigensinnige und der Leicht-gläubige Liebhaber“ im Kammermusiksaal des Händel-Hauses.


Am Sonntag, dem 1. Dezember, spielt um 11 Uhr Franziska Fleischanderl auf dem Salterio in der historischen Bohlenstube des Händel-Hauses „Festliche Adventsmusik“. Das Salterio, ein aus Italien stammendes Zupfinstrument, war im 18. Jahrhundert sehr beliebt und ist heute so gut wie unbekannt. Franziska Fleischanderl ist eine Virtuosin auf diesem Instrument, dessen Klang man gern als „dolce conforto“, als sanfter Tröster, bezeichnet. Mit festlicher Musik blickt die Musikerin zurück in die Jahrhunderte und spielt zur Adventszeit eine sehr persönliche Auswahl an stimmungsvollen Melodien. Um 16 Uhr gibt es dann die szenische Aufführung von Julius Cäsar in Ägypten in der Oper Halle zu erleben.

Programm unter: www.haendelhaus.de

Germany possesses musical traditions and legacies of extraordinary value: Handel, Schuetz and Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms, and Wagner - to mention only a few names - are composers who are known and treasured throughout the world. Their work has played a significant role in shaping a unique musical landscape.

Numerous orchestras, choruses, ensembles, renowned music festivals and series, music houses with museums, public archives and libraries, but also private collections preserve their musical heritage.

It is necessary to revitalize this inestimable fund again and again and to develop it for the present. At the same time, an important role befits the houses combined in the consortium of music museums of Germany. In them we encounter the work of the musicians and composers who have extraordinarily enriched the cultural nation of Germany. However, beyond the individual portrait, beyond the procurement of individual oeuvres, the music museums also contribute overall to the maintenance of musical tradition. The present brochure underscores this aspect of the synoptic presentation and invites the reader on a journey into the musical history of Germany. I hope this tour guide will be actively used and receive a large response.

Bernd Neumann, Member of the Lower House of the German Parliament
Minister of State with the Federal Chancellor
Commissioner of the Federal Government for Culture and Media

Quoted from: Foreword to the brochure "Music Museums in Germany", 2007.