Schumann und Beethoven

Sonderausstellung vom 12. Januar bis 19. April 2020, Robert-Schumann-Haus Zwickau

Für Robert Schumann war die Auseinandersetzung mit Ludwig van Beethoven von wesentlicher Bedeutung. An dessen Sinfonien übte er sich im Orchestrieren, wovon ein erst seit Kurzem im Robert-Schumann-Haus befindliches Studienautograph zeugt. Für die Pianistin Clara Schumann war Beethoven stets einer ihrer Repertoireschwerpunkte. Sie war die erste Pianistin, die in Wien öffentlich eine komplette Beethoven-Sonate zum Vortrag brachte. Auch Robert Schumann setzte sich als Dirigent mit Beethovens Sinfonien auseinander und haderte mit dessen berüchtigten metronomischen Tempoangaben. Für ein geplantes Bonner Beethoven-Denkmal komponierte Schumann seine Fantasie op. 17 und schrieb Variationen über ein Beethovensches Thema.
 
Die Ausstellung zeigt Notenautographe und -erstdrucke, Originalbriefe, Programmzettel, Porträts und Besitzstücke. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei. Die Ausstellung ist bis 19. April im Foyer des Robert-Schumann-Hauses am Hauptmarkt 5 zu sehen.

 

 

In Flammen

Sonderausstellung in den Wagnerstätten Graupa – 29. Februar bis 1. Juni 2020

Daniel Sambo-Richter. Bilder zu Wagners Oper "Die Walküre"
 
Öffnungszeiten des Museums:
Dienstag bis Freitag 11-17 Uhr
Samstag / Sonntag / Feiertag 10-17 Uhr

 

 

"Meine Seele sieht im Hören"

Händels Opern, Oskar Hagen und die Bildkraft der Musik
Jahresausstellung vom 22. Februar 2020 bis 10. Januar 2021 im Händel-Haus Halle/Saale

Die diesjährige Jahresausstellung nimmt das Schaffen Oskar Hagens als Kunsthistoriker in den Fokus und würdigt ihn als Begründer der Händel-Opernrenaissance vor genau 100 Jahren in Göttingen. Im Jahr 1920 wagte er gemeinsam mit einem Laienorchester das Experiment einer szenischen Aufführung der Händel-Oper „Rodelinda“ – und stieß auf ein begeistertes Publikum. Weitere Aufführungen folgten. Die Wurzeln für Hagens Händel-Faszination führen nach Halle, wo er von 1913 bis 1918 tätig war. Oskar Hagen wurde von Halle aus von Paul Thiersch, dem Direktor der Halleschen Handwerkerschule, unterstützt, der die farbenfrohe Ausstattung der Opern übernahm. Seine expressionistischen Entwürfe bilden die Grundlage für die Gestaltung des ersten Ausstellungsraumes. Dokumente in der Schatzkammer beleuchten die Zusammenarbeit zwischen Oskar Hagen und Paul Thiersch.

Ein zweiter Themenkreis der Ausstellung beschäftigt sich mit „musikalischen Malereien“ und mit Händels Musik. Händel gelang es wie kaum einem anderen Komponisten seiner Zeit sowohl Naturbilder als auch innere emotionale Leidenschaft in Musik zu gießen. In der Ausstellung begeben wir uns auf die Suche nach Tonmalereien in Händels einfühlsamsten Stücken. Präsentiert werden historische Bühnenbilder und Grafiken, eindrucksvolle Gemälde und Notendrucke aus dem 18. Jahrhundert, originale Musikinstrumente und natürlich reichlich erklingende Musik. Sie sollen Anregungen zu einem Thema geben, das die Künste und die Sinne verschmelzen lässt.

 

Öffnungszeiten Händel-Haus:

Dienstag bis Sonntag

April bis Oktober 10 bis 18 Uhr
November bis März 10 bis 17 Uhr

 

Hommage an Beethoven

seit 3. Februar 2020 im Mendelssohn-Haus Leipzig

Hommage an Beethoven – Ein klangvoller Beitrag des Mendelssohn-Hauses zum Beethovenjahr.

Felix Mendelssohn Bartholdy hat die Musik und die Ausdruckskraft Ludwig van Beethovens sehr bewundert; dies spiegelt sich auch in den erhellenden und erheiternden Bemerkungen wider, die dem Besucher im Raum begegnen. Keine Sonderausstellung, sondern eine Einladung zum Verweilen und Entspannen mit der Musik Beethovens. Die Klanginstallation wird bis zum 10. Januar 2021 zu erleben sein.

Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses Leipzig

täglich geöffnet von 10-18 Uhr, Eintirtt frei

Germany possesses musical traditions and legacies of extraordinary value: Handel, Schuetz and Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms, and Wagner - to mention only a few names - are composers who are known and treasured throughout the world. Their work has played a significant role in shaping a unique musical landscape.

Numerous orchestras, choruses, ensembles, renowned music festivals and series, music houses with museums, public archives and libraries, but also private collections preserve their musical heritage.

It is necessary to revitalize this inestimable fund again and again and to develop it for the present. At the same time, an important role befits the houses combined in the consortium of music museums of Germany. In them we encounter the work of the musicians and composers who have extraordinarily enriched the cultural nation of Germany. However, beyond the individual portrait, beyond the procurement of individual oeuvres, the music museums also contribute overall to the maintenance of musical tradition. The present brochure underscores this aspect of the synoptic presentation and invites the reader on a journey into the musical history of Germany. I hope this tour guide will be actively used and receive a large response.

Bernd Neumann, Member of the Lower House of the German Parliament
Minister of State with the Federal Chancellor
Commissioner of the Federal Government for Culture and Media

Quoted from: Foreword to the brochure "Music Museums in Germany", 2007.