200 Jahre Hammerklaviersonate

Symposium zu Quellen, Rezeption, Aufführungspraxis vom 20. bis 22. September 2019 im Stadtmuseum Siegburg

Im Jahr 1819 erschien die monumentalste Klaviersonate Beethovens im Druck. Sie gilt in der gesamten Klavierliteratur aufgrund ihrer exorbitant hohen gedanklichen und pianistischen Ansprüche als Ausnahmewerk und sucht ihresgleichen.

Kern des Siegburger Symposiums ist die Aufführungspraxis: Aus den an der Hammerklaviersonate exemplarisch gewonnenen Erkenntnissen ist es möglich, auch Rückschlüsse auf andere Werke Beethovens zu ziehen. Der Transfer in die musikalische und musikpädagogische Praxis ist unmittelbar gegeben.

 

QUELLEN | REZEPTION | WERKGESCHICHTE

AUFFÜHRUNGSPRAXIS

PRAKTISCHER WORKSHOP

 

Referentinnen und Referenten:

Sheila Arnold | Edwin Beunk | Ingrid Bodsch | Riko Fukuda | Cord Garben | Stefan Gottfried

Tetjana Grabowska | Matthias Henke | Heribert Koch | Beate Angelika Kraus | Fatjona Maliqi

Jochen Reutter | Bernhard Ruchti | Christine Siegert | Johann Sonnleitner | Christian Ubber

Nike Wagner

 

Die Hammerklaviersonate steht auch beim Rahmenprogramm im Mittelpunkt. Zwei Klavierabende verdeutlichen ihre Ausnahmestellung auf jeweils unterschiedliche Weise:

Tomoki Kitamura (Preisträger Telekom Competition Bonn 2017) präsentiert sie am modernen Flügel und Werke von Robert Schumann, Franz Liszt und Alban Berg, die von ihr inspiriert wurden. Am historischen Hammerflügel reiht sie Ronald Brautigam ein zwischen andere bedeutende Klavierwerke von Ludwig van Beethoven.

 

Veranstaltungsort: Stadtmuseum Siegburg, Markt 46, 53721 Siegburg

Online Anmeldung unter: beethoven.siegburg.de

Clara19

Jubiläumsjahr für Clara Schumann in Leipzig

Leipzigs renommierte Kulturinstitutionen und Künstler sowie internationale Gäste lassen Clara Schumann 2019 in ihrer Geburtsstadt hochleben! Als Star des 19. Jahrhunderts prägte sie ihre Zeit wie kaum eine andere Frau. Das umfangreiche Programm zu ihrem 200. Geburtstag ist so facettenreich wie Clara selbst. Es geht über das Musikalische weit hinaus und verbindet die unterschiedlichen Kunstebenen, Alters- und Interessengruppen miteinander. So stehen nicht nur ihre Kompositionen im Mittelpunkt des Festjahres, sondern auch ihre Künstlergemeinschaft mit Robert Schumann, ihre einzigartige internationale Konzerttätigkeit, ihr Konflikt zwischen Beruf und Familie, ihre umjubelte Zeit als Wunderkind und ihre Emanzipationsgeschichte.

Das Gewandhaus zu Leipzig, MDR Klassik, das Leipziger Ballett, das Schumann-Haus, das Mendelssohn-Haus, die Leipziger Buchmesse, das Theater der Jungen Welt, die Leipziger Notenspur und die Hochschule für Musik und Theater sowie viele weitere Institutionen und Vereine garantieren ein europaweit einzigartiges und abewechslungsreiches Festjahr. Für hohen Kunstgenuss wie für ausgelassene Festatmosphäre in der Stadt wird gesorgt sein!

Folgen Sie Claras Spuren an originalen Schauplätzen (u.a. in den Wohnräumen des Schumann-Hauses), hören Sie ihre Kompositionen in Musikstätten, die gerade mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurden, und werfen Sie einen Blick aus heutiger Perspektive auf das bewegte Leben der Pianistin und Komponistin.

Programmübersicht für das Festjahr: http://www.clara19.leipzig.de

 

Ladies first

Jahresausstellung vom 23. Februar 2019 bis 12. Januar 2020 im Händel-Haus Halle/Saale

Faszinierende Frauengestalten, wie die Zauberin Alcina oder die schöne Pharaonin Cleopatra, bevölkern Händels Opernwelt. Doch wie sah es hinter den Kulissen, in der realen Lebenswelt des 18. Jahrhunderts aus? Die Probleme, mit denen Frauen damals zu kämpfen hatten, waren vielschichtig und existentiell. Sie sind Ausdruck von Ungerechtigkeit und Ungleichheit, aber auch von Hoffnung auf Veränderung. Wie erging es den Frauen aus dem Umfeld Georg Friedrich Händels? Fristeten sie ein Dasein im Schatten des Patriarchats, oder gelang es ihnen, das Korsett ihrer Unterdrückung abzuschütteln? Und mit Blick auf gegenwärtige Diskussionen:kämpfen Frauen – in Zeiten der #Metoo-Bewegung – gegen ähnliche oder völlig andere Formen der Diskriminierung?

Händels Mutter Dorothea wurde im Alter von 46 Jahren Witwe und zugleich alleinerziehende Mutter dreier Kinder, ein damals geradezu existenzbedrohender Schicksalsschlag. Händels wichtigste Mäzenin, die englische Königin  Caroline, musste sich bereits in jungen Jahren als Ware auf dem aristokratischen Heiratsmarkt behaupten, erlangte dafür aber eine für Frauen der damaligen Zeit ungewöhnliche Machtfülle. Und seine Londoner Nachbarin Mary Delany kämpfte wiederum ihr Leben lang immer wieder um ein Mindesmaß an persönlicher Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstentfaltung. Über ihr aufregendes Leben wird sie in der Ausstellung ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Auch Alcina und Cleopatra werden bei „Ladies first“ musikalisch zu Wort kommen und dabei von Liebe und Hass, Triumph und Verrat zu berichten wissen.

Ausstellungseröffnung: Freitag, 22. Februar 2019, 17 Uhr

Öffnungszeiten Händel-Haus:

April bis Oktober 10 bis 18 Uhr

November bis März 10 bis 17 Uhr

Montags geschlossen!

Clara & Felix – Stationen einer Künstlerfreundschaft

Sonderausstellung im Mendelssohn-Haus Leipzig vom 25. Mai bis 29. September 2019

Leipzig feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag Clara Schumanns und wir feiern mit! Ab dem 25. Mai 2019 präsentiert das Mendelssohn-Haus die Sonderausstellung „Clara und Felix. Paris – Berlin – Leipzig – London – Interlaken. Stationen einer Künstlerfreundschaft“.

Eine Verbindung zwischen Clara Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy zu finden, fällt nicht schwer, wohnten doch beide gleichzeitig geraume Zeit in Leipzig und pflegten sowohl künstlerischen als auch freundschaftlichen Kontakt. Beide Musiker waren europaweit unterwegs, weshalb sie sich auch zum ersten Mal nicht etwa in Leipzig, sondern in Paris begegneten. Die Ausstellung rückt deshalb mit Paris, Leipzig, Berlin, London und Interlaken fünf ausgewählte Stationen dieser Künstlerfreundschaft in den Fokus.

Die Verbindung hatte über den frühen Tod Felix Mendelssohn Bartholdys hinaus Bestand. Clara Schumann überlebte den verehrten Freund um fast 50 Jahre. Während all dieser Jahrzehnte gehörten seine Kompositionen zum festen Bestandteil ihres pianistischen Repertoires. Immer wieder erinnerte sie sich seiner und stets hatte sie Freude daran, Menschen zu begegnen, die er geschätzt hatte. „Ich habe nun einmal einen rascheren Pulsschlag für diejenigen, die Mendelssohn näher stehen“, vertraute sie ihrem Tagebuch noch im Herbst 1893 an.

Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses Leipzig

täglich geöffnet von 10-18 Uhr, Eintritt frei

Der Prinzipal. Wolfgang Wagner und die „Werkstatt Bayreuth“ zum 100. Geburtstag

Sonderausstellung vom 19. Juli bis 3. November 2019 im Richard Wagner Museum Bayreuth

Am 30. August 2019 wäre Wolfgang Wagner (1919–2010) 100 Jahre alt geworden. Der jüngste Enkel Richard Wagners leitete die Bayreuther Festspiele über nahezu 60 Jahre und prägte sie während dieser schier unvorstellbar langen Ära wie kein anderer. Seine Persönlichkeit und seine überragende Lebensleistung als Intendant, Bühnenbildner und Regisseur will das Richard Wagner Museum aus Anlass seines 100. Geburtstages in einer großen Jubiläumsausstellung darstellen und würdigen.

Öffnungszeiten des Museums:

Dienstag bis Sonntag: 10-17 Uhr

 

 

Germany possesses musical traditions and legacies of extraordinary value: Handel, Schuetz and Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms, and Wagner - to mention only a few names - are composers who are known and treasured throughout the world. Their work has played a significant role in shaping a unique musical landscape.

Numerous orchestras, choruses, ensembles, renowned music festivals and series, music houses with museums, public archives and libraries, but also private collections preserve their musical heritage.

It is necessary to revitalize this inestimable fund again and again and to develop it for the present. At the same time, an important role befits the houses combined in the consortium of music museums of Germany. In them we encounter the work of the musicians and composers who have extraordinarily enriched the cultural nation of Germany. However, beyond the individual portrait, beyond the procurement of individual oeuvres, the music museums also contribute overall to the maintenance of musical tradition. The present brochure underscores this aspect of the synoptic presentation and invites the reader on a journey into the musical history of Germany. I hope this tour guide will be actively used and receive a large response.

Bernd Neumann, Member of the Lower House of the German Parliament
Minister of State with the Federal Chancellor
Commissioner of the Federal Government for Culture and Media

Quoted from: Foreword to the brochure "Music Museums in Germany", 2007.