Außenaufnahme, Foto: Matthias KnochKlangraum IKlangraum IISaal und Kabinett, Foto: Matthias KnochTreppenhaus mit Clara, Foto: Matthias Knoch

Schumann-Haus Leipzig

Inselstraße 18
04103 Leipzig

Telefon +49.341.39 39 2191


Web: www.schumann-verein.de
E-Mail: info@schumann-verein.de

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 14.00–18.00 Uhr
Samstag und Sonntag 10.00–18.00 Uhr

Klangraum Sa / So 10.00–18.00 Uhr

Führungen sonntags 15.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

 

Das Schumann-Museum befindet sich in jenem klassizistischen Gebäude, in dem Clara und Robert Schumann nach ihrer Eheschließung im September 1840 eine Wohnung bezogen. Hier entstand die „Frühlingssinfonie“, und hier schrieb Robert Schumann auch zahlreiche Artikel für die von ihm gegründete „Neue Zeitschrift für Musik“. Das Haus wird heute von der Freien Grundschule „Clara Schumann“ genutzt und mit Leben erfüllt. In der Beletage, wo das Künstlerpaar die ersten vier Ehejahre lebte, wurde eine Ausstellung eingerichtet.

Die Ausstellung führt durch einen Teil der historischen Wohnräume und berichtet über Leben und Wirken des Künstlerpaares. Prunkstück ist der originalgetreu restaurierte Schumann-Saal, der heute als Konzertsaal dient.

Im Stile eines Biedermeierzimmers bereichert der Klangraum seit dem 12. September 2015 das Museum. Mit seinem ästhetischen Erscheinungsbild und den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten verbindet er sehr eindrücklich die Historie des Hauses mit der heutigen lebendigen Nutzung als Museum, Veranstaltungsstätte und musische Grundschule. Herzstück des Raumes ist eine Klanginstallation des Künstlers Erwin Stache.

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.