Franz-Liszt-Museum Bayreuth, AußenansichtFranz-Liszt-Museum Bayreuth, VirtuosenzimmerFranz-Liszt-Museum Bayreuth, SterbezimmerFranz-Liszt-Museum Bayreuth, Büste des Komponisten vor dem Liszt-Haus

Franz-Liszt-Museum Bayreuth

Wahnfriedstraße 9
95444 Bayreuth

Telefon +49.921.5166488

Web: www.bayreuth.de/tourismus-kultur-freizeit/sehen-und-erleben/museen/franz-liszt-museum-bayreuth/

E-Mail: franz-liszt-museum@stadt.bayreuth.de

Öffnungszeiten

September bis Juni:
täglich 10.00–12.00 Uhr und 14.00–17.00 Uhr

Juli und August:
täglich 10.00–17.00 Uhr

24./25.12.: geschlossen
31.12.: 10 – 14 Uhr
01.01.: 13 – 17 Uhr

„Was ist unser Leben anderes als eine Reihe von Vorspielen zu jenem unbekannten Gesang, dessen erste und feierliche Note der Tod anstimmt?“ Am 31. Juli 1886 verstarb Franz Liszt, der diese Worte Lamartines als Motto seiner symphonischen Dichtung „Les Préludes“ wählte, in jenem Haus, in dessen Räumen sich heute das Franz-Liszt-Museum der Stadt Bayreuth befindet.

Es wurde am 22. Oktober 1993, dem 182. Geburtstag Franz Liszts, eröffnet. Die Basis für dieses Museum bildet die etwa 300 Bilder, Handschriften und Drucke umfassende Sammlung des Münchner Pianisten Ernst Burger, die 1988 von der Stadt Bayreuth angekauft und inzwischen durch eine Reihe von Leihgaben der Richard-Wagner-Stiftung ergänzt wurde.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu Haus Wahnfried, dem Wohnhaus seines Schwiegersohnes Richard Wagner, stellt dieses Museum eine Vervollständigung der Dokumentation der wohl bedeutendsten Epoche im Bayreuther Musikleben dar. Die Ausstellung orientiert sich an Leben und Werk Franz Liszts und ist im wesentlichen chronologisch aufgebaut. Seine Lebensabschnitte werden auf biographischen Tafeln zusammengefasst. Eine qualitativ hochwertige 5-Kanal-Audio-Anlage begleitet den Besucher auf seinem Rundgang durch das Museum mit Musik von Franz Liszt.

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.