Lohengrinhaus Schloß Erster Wagnerraum Museumsraum mit Modell der Semperoper

Richard-Wagner-Stätten Graupa

Richard-Wagner-Straße 6
01796 Pirna OT Graupa

Telefon/Fax +49.3501.461965-0

Web: www.wagnerstaetten.de
E-Mail: wagnerstaetten@pirna.de

Öffnungszeiten

Karfreitag bis 31. Oktober: Di bis Fr 11.00–17.00 Uhr

Sa / So / Feiertag 10.00–18.00 Uhr

1. November bis Ostersonntag: Di bis Fr: 11.00–17.00 Uhr

Sa / So / Feiertag 10.00–17.00 Uhr

Bitte beachten:
Gäste beginnen ihren Rundgang im Jagdschloss Graupa. Dort erfolgt auch der Ticketverkauf.
Das Lohengrinhaus öffnet jeweils eine Stunde nach dem Schloss.

Die Richard-Wagner-Stätten Graupa bestehen seit 2013 aus dem museumsgeschichtlich älteren so genannten Lohengrinhaus und dem Jagdschloss mit neuer Wagner-Ausstellung. Ausgehend von Richard Wagners Sommeraufenthalt 1846 mit Komposition der Musik zu seiner Oper „Lohengrin“ im ehemals Schäferschen Großbauernhaus gründete der Leipziger Gymnasiallehrer Max Gaßmeyer 1907 darin das Wagner-Museum. Nach grundlegender Sanierung und Restaurierung 2006/07 sind außer einer informativen Ausstellung zu „Lohengrin“ die nachempfundenen Räume zu erleben, die Wagner mit seiner Frau Minna bewohnte und wo er zahlreiche Freunde und Kollegen empfing, darunter den damals 16-jährigen Hans von Bülow.

Die Ausstellung im Schloss unter dem Aspekt „Keine Angst vor Wagner – Oper ist ein Erlebnis“ präsentiert sich atmosphärisch-emotional in einer Symbiose von konventionellen und modernen Ausstellungsmethoden. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Leben und Werk der frühen Schaffensperiode Wagners. Sie ist wesentlich von seinen in Leipzig (musikalische Ausbildung und familiäres Zentrum) und Dresden (Kreuzschulzeit und Kapellmeisterjahre) empfangenen geistig-künstlerischen Impulsen geprägt bis hin zur Ausformung seines Werkes in der zweiten Lebenshälfte. Das schließt einen Blick auf Böhmen ebenso ein wie auf seine Reformbestrebungen und Beteiligung an der Dresdner Mai-Revolution 1849. Spezielle Themenräume widmen sich den Operndichtungen, der Komposition Wagners mit Vergleich von Zeitgenossen und Vorgängern, die ihn beeinflussten und Filmmusik, die von Wagner beeinflusst ist; der Bühne als Eindruck vom Wagnerschen Gesamtkunstwerk, dem Orchestergraben mit Visualisierung des Klanges und der Wagner-Rezeption.

 

 

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.