Grieg-Begegnungsstätte Leipzig

Grieg-Begegnungsstätte Leipzig e. V.
Talstraße 10
04103 Leipzig

Telefon +49.341.9939661

Web: www.edvard-grieg.de
E-Mail: info@edvard-grieg.de

Öffnungszeiten

Freitag: 14–17 Uhr

Samstag: 10–14 Uhr

sowie nach Vereinbarung
(Führungen auf Anfrage)

 

Am 7. November 2005 eröffnet, befindet sich die Grieg-Begegnungsstätte Leipzig auf der Beletage der Talstraße 10, in den ehemaligen Räumen des Musikverlages C. F. Peters. Im einstigen Musiksalon, in dem Edvard Grieg selbst seine neuesten Kompositionen dem Verlagsleiter vorgespielt hatte, findet heute eine Vielzahl an Veranstaltungen mit unter anderem Konzerten, Vorträgen und Lesungen sowie Treffen der Regionalgruppe Mitteldeutschland der Deutsch-Norwegischen Freundschaftsgesellschaft statt. Daneben erwartet den Besucher eine Ausstellung zum Leben und Werk des bedeutenden Norwegers, der seinem Heimatland einen dauerhaften Platz auf der musikalische Weltkarte gesichert hat.

Edvard Grieg stand seit Abschluss seines Studiums am damaligen Leipziger Konservatorium mit Max Abraham, dem Leiter des renommierten C.F. Peters Musikverlages, in einer sowohl geschäftlichen als auch freundschaftlichen Verbindung. 1889 schloss Grieg mit C. F. Peters einen Generalvertrag ab, der dem Verlag das alleinige Recht der Publikation seiner Werke sicherte. Das Haus Talstraße 10 war für Grieg nicht nur Sitz seines Verlages, sondern während der Aufenthalte in Leipzig auch häufig Domizil.

 

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.