Villa Teresa
Zentrum für Kammermusik & Literatur

Museum für Eugen D'Albert und Teresa Carreno

Kötitzer Straße 30
01640 Coswig bei Dresden

Telefon +49.3523.700 186
Fax +49.3523.74331

Web: www.villa-teresa.de, www.boerse-coswig.de

E-Mail: kontakt@villa-teresa.de

Öffnungszeiten & Führungen

Dienstag und Donnerstag
10.00-18.00 Uhr*

Samstag und Sonntag
nach Vereinbarung

Gruppen- und Einzelführungen
sind jederzeit möglich

*wegen zahlreicher Veranstaltungen ist eine Voranmeldung stets ratsam

Im Juni 1892 heiratet Eugen d'Albert (1864-1932) in London die aus Venezuela gebürtige Pianistin Teresa Carreño. Beide standen zu jener Zeit auf dem Gipfelpunkt ihrer Pianistenkarriere, frenetisch gefeiert in den Konzertsälen Europas und Übersees.

Die bevorzugte landschaftliche Lage des Villengrundstücks an der Elbe vor Meißen muß dem von zahlreichen Tourneen ermüdeten Künstlerpaar als Oase der Ruhe erschienen sein. Den Ausschlag für den Kauf des kostspieligen Anwesens gibt jedoch die Nähe zu der von Ernst von Schuch geleiteten Dresdner Hofoper, die als Eldorado für Uraufführungen gilt. Bereits seit 1890 fühlte sich der Beethoveninterpret Eugen d'Albert zum Komponisten berufen.

Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung gelang es zwischen 2000-2008, die Villa Teresa und die sie umgebende Parkanlage vollständig zu rekonstruieren und als Gedenkstätte für die Musikkultur des 19. Jahrhunderts einzurichten. Während in der einstigen Belétage des Hauses ein intimer Kammermusiksaal zu Konzerten und Theateraufführungen einlädt, ist das Obergeschoss als Museum eingerichtet und informiert anhand zahlreicher authentischer Erinnerungsstücke über das Leben und das Wirken Eugen d'Alberts und Teresa Carreños.

Deutschland verfügt über musikalische Traditionen und Nachlässe von außerordentlichem Wert: Händel, Schütz und Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Wagner sind - um nur einige Namen zu nennen - weltweit bekannte und geschätzte Komponisten. Ihr Wirken hat eine einzigartige Musiklandschaft wesentlich mitgeformt.

Zahlreiche Orchester, Chöre und Ensembles, renommierte Musikfestivals und -reihen, Musikerhäuser mit Museen, öffentliche Archive und Bibliotheken, aber auch private Sammlungen bewahren ihr musikalisches Erbe.

Diesen unschätzbaren Fundus gilt es immer wieder neu zu beleben und für die Gegenwart zu erschließen. Den in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen Deutschlands zuusammengeschlossenen Häusern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. In ihnen begegnen wir dem Werk von Musikern und Komponisten, die die Kulturnation Deutschland außerordentlich bereichert haben. Über das individuelle Portrait, über die Vermittlung des einzelnen Œuvres hinaus tragen die Musikermuseen aber auch zur Pflege musikalischer Tradition insgesamt bei. Die vorliegende Broschüre unterstreicht diesen Aspekt der Zusammenschau, und sie lädt zu einer Reise in die Musikgeschichte Deutschlands ein. Ich wünsche diesem Reiseführer regen Gebrauch und eine große Resonanz.

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Zitat: Vorwort zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft "Musikermuseen in Deutschland", 2007.